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Handwerker Ratgeber: Bauen, Renovieren, Umbau, Ausbau

15.05.2018

Die Bauherrenversicherung Teil I

Die theoretische Planungsphase ist endlich abgeschlossen. Nun kann es an den Bau des neuen Zuhauses gehen. So penibel der Bau selbst geplant wird, so oft vergessen die Bauherren wichtige Versicherungen wie die Bauherrenhaftpflichtversicherung, umgangssprachlich Bauherrenversicherung, abzuschließen.

Auch wenn viele sich das vielleicht wünschen, aber Helme, Handschuhe und Warnschilder bieten keinen ausreichenden Schutz. Immerhin haftet man als Bauherr für sämtliche Schäden auf der Baustelle. Und selbst den sorgfältig ausgewählten Handwerkern passieren schon mal Missgeschicke, für die der Bauherr dann aufkommen muss.

Bauherrenversicherung | Foto: (c) Capri23auto/pixabay.com


Was genau ist die Bauherrenversicherung und welche Leistungen bietet sie?

Bei dieser Versicherung handelt es sich um eine klassische Haftpflichtpolice, die in der Regel folgende Leistungen abdeckt:

  • Personen- und Sachschäden auf der Baustelle
  • Prüfung, ob der Bauherr schadenersatzpflichtig ist und wehrt - wenn nötig - unberechtigte Forderungen ab
  • Bei juristischen Auseinandersetzungen kommt sie für die Kosten für die Rechtsverteidigung sowie Schadenabwicklung auf
  • Kommt für entstandene Schäden bis zur vereinbarten Deckungssumme auf
  • Grundlegender Schutz gegen Schadenersatzansprüche Dritter

Grundsätzlich sollte man allerdings nicht davon ausgehen, dass jede Bauherrenversicherung gleich ist. So sehr sich die einzelnen Anbieter preislich unterscheiden, so sehr differieren auch die einzelnen Schadenszenarien, für die sie aufkommen. Es führt also kein Weg daran vorbei, noch vor Baubeginn, das Kleingedruckte kritisch zu prüfen. Ein ganz besonderes Augenmerk sollte dabei auch auf die Deckungssumme gelegt werden. Da Personenschäden schnell Kosten in Millionenhöhe nach sich ziehen, sollte man sich nicht mit einer Deckungssumme von unter 10 Millionen zufrieden geben. Aber auch Sachschäden sind alles andere als "harmlos", sodass auch hier auf eine möglichst hohe Summe zu achten ist. Der Beitrag für die Versicherung wird einmalig gezahlt und richtet sich danach wie viel der Bau des Hauses kostet. Sie gilt unmittelbar nach Abschluss, weshalb man keine Zeit verlieren und noch vor Baubeginn die Versicherung abschließen sollte. Sobald es auf der Baustelle richtig losgeht, kann es schon zu spät sein. Vorteilhaft ist, dass die Versicherung mit Fertigstellung des Baus beziehungsweise vier Jahre nach Baubeginn automatisch endet - dem Bauherren wird die Kündigung also abgenommen.

Kommt es auf der Baustelle zu einem Schaden, sollte man keinesfalls Schadensersatzansprüche anerkennen oder Vorauszahlungen leisten, sondern erst einmal den Schaden so genau wie möglich dokumentieren und ihn innerhalb einer Woche bei der Versicherung anzeigen. Die weitere Prüfung und Abwicklung liegt dann bei der Versicherung.

Für diese Schäden springt die Bauherrenversicherung ein:

  • Schäden, die durch die Nutzung eines Baggers oder Kraftfahrzeugs mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern verursacht wurden
  • Schäden durch Helfer auf der Baustelle, dabei kann es sich auch um tatkräftige Nachbarn oder Freunde handeln
  • Umweltschäden

Foto: (c) Capri23auto/pixabay.com
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