Login
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Handwerker Ratgeber: Bauen, Renovieren, Umbau, Ausbau

16.09.2019

Unkompliziert zum eigenen Betrieb: Kauf eines insolventen Unternehmens

Viele Handwerker träumen vom Sprung in die Selbständigkeit. Ein eigenes Unternehmen von Grund auf selbst aufzubauen, ist jedoch ein enormes Unterfangen, vor dem viele zurückschrecken. Es gibt eine einfachere Lösung: Den Kauf eines insolventen Unternehmens.

Einen Handwerksbetrieb übernehmen | Foto: Bild: ©istock.com/wundervisuals

Insolvenz klingt zunächst nach bösem Scheitern und Firmenpleite. Warum also insolvente Unternehmen kaufen, wenn diese doch schon gescheitert sind? Ganz einfach: Für Insolvenzen gibt es zahlreiche Gründe, die natürlich sorgfältig geprüft werden müssen. Musste der Handwerksbetrieb Insolvenz anmelden, weil die Nachfrage nach dem entsprechenden Handwerk gering ist, wird auch der Nachfolger kaum Erfolgschancen haben. Schließlich wird die Nachfrage nach einem Geigenbauer oder einem Pinselmacher nicht auf einmal sprunghaft wieder ansteigen. Besser dran sind Handwerker in stark nachgefragten Bereichen wie Sanitärinstallateure, die sich vor Aufträgen kaum retten können.

In vielen Fällen hatte die Insolvenz nämlich andere Gründe: Eine schlecht vorbereitete Selbständigkeit zum Beispiel oder die Übernahme des Familienbetriebs durch die nächste Generation, der jedoch Fachwissen und Begabung fehlte. Andere Handwerksbetriebe verpassten möglicherweise aus Desinteresse den Zug der Zeit und kümmerten sich nicht um moderne Vermarktungsmethoden oder konnten einfach nicht richtig mit dem vorhandenen Geld umgehen. In vielen dieser Fälle profitieren Käufer nicht nur von dem bereits vorhandenen Büro samt Mitarbeitern und Werkzeug, sondern auch von einem vorhandenen Kundenstamm.

Worauf sollten Käufer eines insolventen Unternehmens achten?

Das Wichtigste für den Käufer ist die Befreiung von Altlasten des Vorbesitzers. Niemand möchte mit hunderttausenden Euro Schulden und/oder hohen Schadenersatzforderungen in die Selbständigkeit starten. Dazu sollte das insolvente Unternehmen erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Rahmen eines Asset Deals erwerben. Personal kann, muss aber nicht übernommen werden. In den meisten Fällen ist es jedoch hilfreich, ein-zwei erfahrene Mitarbeiter zu behalten.

Weiterhin sollten sich Käufer gründlich über die Hintergründe der Insolvenz informieren. Ist ein Handwerksbetrieb pleite gegangen, weil schlechte Arbeit geleistet wurde oder weil der Eigentümer eine extrem schwierige Persönlichkeit war, wäre der alte Name eine starke Belastung. Zu prüfen sind auch die erforderlichen Investitionen. Scheiterte der Handwerksbetrieb daran, dass der Eigentümer weder auf modernste digitale Technik bei der Arbeit noch auf digitale Marketingkanäle setzte, können hohe Summen für neues Arbeitsgerät, Werkzeug, Materialien und zeitgemäßes Marketing fällig werden. Meist lohnt es sich jedoch: Schätzungen des ZIS zufolge kann mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 %) erfolgreich saniert werden.

Foto: Bild: ©istock.com/wundervisuals

Artikel-Finder
Volltextsuche

Vergangene Monate

September

Juli

alle Artikel
Für Handwerker
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Firma vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von HandwerkerScout.

Kostenlos und unverbindlich - den passenden Handwerker in Ihrer Nähe finden Sie hier:
  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!